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Ausflüge, Touren und Rundwege

Ausflüge, Touren und Rundwege (Gite, Tour e itinerari)
Alle hier vorgeschlagenen Unterkünfte sind ideale Ausgangspunkt für Ausflüge und Exkursionen in einen großen Teil der Region. Innerhalb einer Stunde mit dem Auto sind in der Tat einige der schönste Städte und Strände der Regionen des Salento und nördlich von Bari zu erreichen. Im Süden, im Herzen des Salento, die Stadt Lecce mit seinem prachtvollen Barock; Otranto mit den langen Stränden und der Kathedrale, sowie das Heiligtum aus einem bezaubernden Mosaik des Baum des Lebens. Im Norden die Städte der Romanik und des Mysteriums: Trani, Ruvo und Molfetta und die beeindruckenden romanischen Kathedralen; Minervino, der Balkon auf die Murgia und ganz nah die mysteriöse Burg von Friedrich II, Castel del Monte; im Westen (in Basilicata) Matera, die Stadt der Steine mit den Häusern, den Hotels und den Räumen, die in den Tuffsteinfelsen gehauen wurden.
Unsere Vorschläge sind drei Möglichkeiten, Orte von lebhaftem kulturellem, künstlerischem und gastronomischem Interesse auf unvergessliche Weise zu besuchen. Die vorgeschlagenen Touren für die Dauer eines Tages sehen in der Tat einen genüsslichen Halt an hiesigen Feinkostgeschäften, Konditoreien, Kellereien oder Ölmühlen vor, sowie, auf Anfrage, auch eine Mittagspause in einem Restaurant, in dem die typische, regionale Küche besonders gepflegt wird.
Die Ausflüge sehen die Begleitung eines spezialisierten und erfahrenen Reiseleiters in der eigenen Sprache vor.
1) DAS ITRIA-TAL UND DIE WEIßEN TRULLI-DÖRFER - BESUCH IN ALBEROBELLO UND OSTUNI
9:30 Abfahrt
10:00 Ankunft in Alberobello, geführte Besichtigung mit Verkostung von typischen Produkten (für 11:30 Uhr vorgesehen);
13:00 Mittagspause in einem Restaurant (fakultativ)
14:30 Weiterfahrt nach Ostuni;
15:15 Ankunft, Beginn einer Führung durch die Altstadt, Halt für die Verkostung einer Granita di Caffè mit Sahne oder eines Eises
17:15 Ende der Führung und Rückfahrt
2) SALENTO, DAS LAND DER ZWEI MEERE - BESUCH IN LECCE UND OTRANTO
9:00 Abfahrt
10:15 Ankunft in Lecce, Führung durch die Altstadt und Halt bei der Pasticceria Alvino zur Verkostung von typischen Süßigkeiten aus Lecce
12:30 Weiterfahrt nach Otranto
13:45 Mittagspause in einem Restaurant (fakultativ)
15:00 geführte Besichtigung der Kathedrale und der Altstadt von Otranto
17:00 Ende der Führung und Rückfahrt
3) DAS MITTELALTER ZWISCHEN GEISTLICH UND WELTLICH – CASTEL DEL MONTE UND TRANI
9:00 Abfahrt;
10:30 Ankunft in Castel del Monte, geführte Besichtigung der Burg;
12:15 Weiterfahrt nach Trani;
13:00 Mittagspause in einem Restaurant (fakultativ)
14:30 geführte Besichtigung der Kathedrale und der Altstadt von Trani;
16:00 Ende der Besichtigung und Rückfahrt 
Preis bei mindestens 2 Personen  € 80 pro Person
Preis bei mindestens 4 Personen  € 50 pro Person
Die Fahrtkosten (Mietwagen oder Fahrer) und das Mittagessen, sowie der Kauf von Lebensmittel sind im Preis nicht inbegriffen.
Auf Anfrage bieten wir auch Halbtagestouren und weitere Touren an, die hier nicht beschrieben sind.

 

BEMERKUNGEN ZUR REISE

 Alberobello entstand als ein Dorf, das von Bauern bewohnt wurde, die sich in einem großen Wald wilder Eichen niederließen. Daher kommt auch der Name, der ursprünglich Silva Arboris Belli (dt: Wald des Schönen Baums) lautete. Die Stadt ist eine UNESCO-Stätte, die seit Beginn der Renaissance mit seinen ursprünglichen Bauten, den Trulli, bebaut und bewohnt wurde. Diese werden ausschließlich aus Kalksteinen, den so genannten "Chiancarelle", errichtet, wobei kein Mörtel verwendet wird. Sie haben ein kegelförmiges Dach, das in einem Pinakel mit oft unterschiedlichen Formen endet. Außen sind sie manchmal mit Symbolen, die an Magie, den Primitivismus und das Christentum erinnern, verziert. Der Spaziergang verläuft zwischen dem ältesten Stadtteil, der Aia Piccola, und dem jüngst erbauten, dem Rione Monti, wo Kunsthandwerker die Touristen einladen, ihre Trulli zu besichtigen, um deren Bau kennenzulernen und ihre typischen regionalen Produkte zu versuchen.

 

 

 

 

 Wenige Kilometer vom Meer entfernt, in herrlich  beschaulicher Lage auf drei Hügeln, liegt auf einem silbergrünen Teppich aus Oliven Ostuni," die weiße Stadt".  Einst war sie griechisch, langobardisch und normannisch, sie gehörte den Franzosen Isabella von Aragón und auch zu Venedig. Innerhalb der mit Türmen bewehrten Mauern des 15. Jahrhunderts ist die Altstadt ein Labyrinth aus eindrucksvollen Gassen, eine strahlend weiße Stickarbeit aus Steinhäusern, Palästen und barocken Gebäuden, die mit Treppen, Gässchen und Läden miteinander verbunden sind. Am höchsten Punkt nach einem faszinierenden Spaziergang mit leichtem Aufstieg befindet sich die Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert, die mit einem ungewöhnlichen, kurvenförmigen Tympanon und einer wundervollen Fensterrose mit 24 Armen gekrönt ist.

 

 

Im Salento sind die apulische Geschichte und die Traditionen, die mit Griechenland und der Byzanz verbunden sind, konzentriert. Es ist ein erstaunliches Land, denn auch im kleinsten und ruhigsten Ort ist eine barocke Kirche, eine Burg oder ein freiherrlicher Palast zu finden. Es ist ein unentschlossenes Land zwischen zwei Meeren, dem adriatischen und dem ionischen, welche sandige oder felsige Strände umspülen, je nachdem worauf wir Lust haben, ein Land, wo nichts voraussehbar ist. Überall begegnet man der Herzlichkeit seiner Einwohner: Gastfreundschaft ist noch ein heiliges Gut und es kommt vor, dass man mit einem freundlichen Lächeln aufgefordert wird, kulinarische Spezialitäten zu probieren oder eine offene Kapelle zu betreten, die für die Einkehr des Wanderers gedacht ist. Lecce betritt man mit einem Gefühl, als ob man im Salon einer reichen und verführerischen Edelfrau empfangen wird, die ihre klassische Vergangenheit nicht hinter sich lassen kann. Das römische Amphitheater bricht die Atmosphäre der Renaissance und des Barock auf der Piazza Sant’Oronzo, dem Ort, wo man vom Palazzo del Sedile, über die dazugehörige Chiesetta von San Marco, bis hin zur Statue des Sant’Oronzo, die auf einer der Säulen der Via Appia steht, den Glanz der Stadt Lecce zur Zeit der Anjou und der Spanier sieht. Sobald man aber die Basilica di Santa Croce oder die Piazza del Duomo erreicht, überkommt einen das Gefühl, sich in auf einer Theaterbühne zu befinden.

 

 

Im östlichsten Teil Italiens liegt Otranto. Als ursprünglich griechische und römische Stadt war sie eine der wichtigsten Zentren der byzantinischen Herrschaft in Italien, Hauptstadt und Heeresstandort für das umliegende Gebiet. Seine Blütezeit beendete jäh die Belagerung durch die Türken im Jahr 1480 und das Massaker an 800 Einwohnern, den berühmten Märtyrern von Otranto. Im Lichtspiel der Steine in der Sonne scheint die Welt sich zu loszulösen und den Duft des Meeres zu genießen, der sich mit dem Duft der kulinarischen Köstlichkeiten mischt, die in den Vitrinen und in den Gassen angeboten werden. Das Leder-, Töpfer- und Steinmetzhandwerk lockt jedes Jahr viele Touristen an. Der Reiz der zahlreichen Kunsthandwerksläden, der köstlichen Orte zum Einkehren, die sich in den wenigen weißen Straßen ballen, lenkt dennoch nicht von einem Besichtigung dieses Schmuckstücks an orientalischer Architektur ab: die Besucher sind stets angesichts der mit bunten Fresken geschmückten Wände der Kirche von San Pietro d'Otranto entzückt. Wenige Schritte entfernt von dieser bunten Fülle an Eindrücken beeindruckt bereits die nächste Pracht: die Festung am Meer, die Ende des 15. Jahrhunderts von der Krone Aragon erbaut wurde. Das wirkliche Schmuckstück der Stadt ist jedoch die Kathedrale. Dort befindet sich das wunderschöne Mosaik aus vielfarbigen Mosaiksteinen, welche einen riesigen Lebensbaum darstellen. Das gesamte Wissen des Mittelalters ist hier konzentriert, die Kapelle der Märtyrer und die fünfschiffige Krypta.

 

 

Der herausragende Ort, nicht zuletzt weil er aufgrund seiner Einzigartigkeit zur UNESCO Welterbe erklärt wurde, ist Castel del Monte, das im Grenzland zwischen den Provinzen Bari und Foggia auf einer Anhöhe trotzt, die strategisch die darunter liegende Landschaft überragt. Es war der Lieblingsort des Hohenstaufer-Kaisers Friedrich II und ist in seiner Form besonders originell (achteckig, mit acht achteckigen Türmen). Noch heute nach jahrelanger Forschung sind die wahre Bedeutung und seine Bestimmung geheimnisumwittert. Der Bau geht auf die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück und die Tatsache, dass sämtliche Verteidigungsmechanismen und Gefängnisse fehlen, führt zu der Vermutung, dass das Castel nicht zu Verteidungszwecken gebaut wurde, sondern einfach zum Bewohnen oder gar als esoterisches Symbol.

 

 

Trani ist in der Geschichte Apuliens wegen seiner kulturellen Blüte bekannt, die teilweise der Liebe Friedrichs II. zu diesem Stück Land zuzuschreiben ist. Vor allem aber ist die Blüte vom Handel mit dem Adriaraum und Venedig, sowie von den Beziehungen mit dem Heiligen Land während der Kreuzzüge und von der Gründung der Universität der Rechtswissenschaften bedingt. Diese alten Zeiten sind noch heute für die Besucher der wunderschönen Kathedrale spürbar: wegen der Nähe zum Meer und zur Burg von Friedrich II. strategisch, bezaubernd wegen seines hohen Turms und den Apsiden mit Bogenrücken. Die Geschichte des Doms erzählen seine verschiedenen Schichten: ein Hypogäum zu Ehren des San Leucio (7. Jhdt.), die Kirche von Santa Maria (8. Jhdt.), die sich bis zur Krypta der oberen Kirche, die San Nicola Pellegrino gewidmet ist, entwickelt (1099). Bei einem Besuch sind vor allem die künstlerischen Einzelheiten, wie die Basreliefs, die Säulen, die Kapitelle und die Spuren sehr alter Fresken zu bewundern. Die Außenwand ist mit reichlich mit in den Stein gehauenen Bildern geschmückt, die sowohl biblische Themen haben, als auch an die Tradition der mittelalterlichen Bestiarien angelehnt sind. Diese sind moralisierende Lehrwerke, die in Form von Mythos und Legende die Stärken der Tiere behandelten. Auch das Eingangsportal ist sehr bekannt.